Alles war schön und nichts tat weh.
Manchmal geht es schneller, als gedacht. Außer beim einarmigen Tippen, das dauert recht lang, weshalb ich mich halbwegs kurz fasse. Nun ist es so, dass ich mir neulich den rechten Ellenbogen brach und daher gerade bis Weihnachten krank geschrieben bin. Heißt übersetzt: Das Jahresende läuft ganz anders als vorgestellt.

Gipsarm.
Dieser Umstand ist nicht nur aus „WTF, wozu man alles zwei Hände/Arme benötigt!!”-Sicht doof. Die Adventszeit wären auch meine letzten Tage bei achtung! gewesen. Ja, richtig gelesen. Ich höre dort auf.
Als ich am 1. Juni letzten Jahres erstmals – damals noch als Praktikant – die Agentur betrat, hätte ich nicht im Traum gedacht, dass das folgt, was ich in den nächsten eineinhalb Jahren erleben durfte. Raus aus dem beschaulichen Münster. Rein in die Großstadt. Raus aus dem bekannten, eher kleinen Agenturumfeld. Rein in die große 100-Mann-Agentur. Raus aus dem Studentenleben. Rein in den Beruf.
Ich wurde innerhalb weniger Tage vollkommen von der Agentur „aufgesogen”, war sehr schnell vollwertiges, akzeptiertes Mitglied der Agenturfamilie. Einen kleinen Ausflug in die PR & für die mündlichen Uni-Abschlussprüfungen nach Münster später setzte ich im März 2011 die Arbeit im Digital-Team der Agentur fort. Es folgten überaus spannende, lehrreiche und intensive Monate. Durch die gesammelte Erfahrung durfte ich mich ab August dann „Junior Projektmanager digital” nennen. Yay!
In dieser Zeit lernte ich unheimlich viel. Und unheimlich viele gute Menschen kennen. Ich möchte da niemanden herausheben – ihr wisst ja selbst, dass, ob und wie wir miteinander gearbeitet haben.
Eine kurze, aber prägende Episode: Kurz nachdem ich bei achtung! anfing, gab es einen Workshop zum „achtung! Leitbild”, in dem Mirko mit uns über Umgangsweisen untereinander und mit den Kunden sprach. Einen Großteil der Zeit diskutierten wir über die Bedeutung des Wortes „achtung”, das in der Agentur nicht nur als „Hoppla, hier kommen wir!”, sondern auch als „Respekt” etc. aufgefasst wird. Bis zuletzt merkte ich immer wieder – gerade in vielen kleinen Nuancen des Agenturalltags – wie auch in stressigen Zeiten der Umgang untereinander zutiefst respektvoll und fair war/ist.
In dieser Atmosphäre habe ich mich sehr wohl gefühlt. Einen besseren Start in die Agenturlandschaft, die Großstadt Hamburg, den neuen Lebensabschnitt hätte ich mir nicht wünschen können. Ich lernte viel. Fand viele Freunde.
Danke.
Für „Ersatz” ist auch bereits gesorgt. Wobei das Wort falsch ist, vielmehr wird erweitert. Mit Patrick und David erweitern zwei äußert fähige Jungs die Felder Projektmanagement und Beratung, die ich bisher ausfüllte.
Und nun?
Ich merkte, dass es Zeit ist, weiter zu ziehen. Andere Sachen zu sehen, andere Dinge zu tun. Mich weiter zu entwickeln. In der Zeit, in der ich darüber nachdachte, wie es denn für mich weiter gehen könnte, ergab sich eher zufällig ein Angebot, das ich weder ablehnen konnte noch wollte.
Ab Anfang 2012 werde ich bei Jimdo u.a. Hendric dabei unterstützen, den besten Webseitenbaukasten der Welt weiter zu entwickeln.
Ich freue mich schon auf ein großartiges Team, Kanban, einen Koch und den wunderbaren Balkonblick über Hamburg. Das wird (auch) super :)
Ach ja: Der Muff-Potter-Song ist textlich natürlich nicht passend, aber der Titel ist so schön, dass ich ihn einfach nutzen musste.