Herr Bertling.

Musik. Politik. Dinge.

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Seth’s Blog: When should we add marketing?

In the con­nec­tion era, the mar­ke­ting is the pro­duct, the ser­vice and most of all the con­ver­sa­tions it causes and the con­nec­tions it makes.

In einem Satz run­ter­ge­bro­chen, warum es schlauer ist, ein Pro­dukt direkt zu ver­bes­sern, statt per Marketing/PR/whatever eine hüb­sche Hülle um etwas Häss­li­ches zu packen.

Das soll nicht heißen, dass PR etc. unnötig oder Quatsch ist. Gute Kom­mu­ni­ka­tion ist wichtig, klar. Wird aber durchweg nur erzählt, dass ein Pro­dukt besser wird, aber tat­säch­lich ändert sich nichts, so wird Kom­mu­ni­ka­tion sinn­frei und auf Dauer für alle Betei­ligten (Kunden, Unter­nehmen, Agen­turen,…) sehr frus­trie­rend. Dann lieber direkt richtig machen bzw. an den rich­tigen Stellen ansetzen.

Inves­tiert lieber in Pro­dukt­ent­wick­lung als in eine schicke Verpackung.

Inception Park

Am Sonntag sang Wolf­gang Müller wieder das wun­der­bare – leider unver­öf­fent­lichte – Lied über den Strand, der direkt hinter den Hoch­häu­sern anfängt, so lange man nicht nach­schaut. Oder so. Jeden­falls trägt das Stück die Idee in sich, dass ein wenig Phan­tasie genügt, um sich an wun­der­bare Orte zu denken, auch wenn man vor einer grauen Haus­fas­sade steht. Was mich direkt zu diesem groß­ar­tigen Video führt: Der Incep­tion Park in Buenos Aires.

Bild: Andrea Schwartz via Flickr

Wir, die Netz-Kinder

Wir sind mit dem Internet und im Internet auf­ge­wachsen. Darum sind wir anders. Das ist der ent­schei­dende, aus unserer Sicht aller­dings über­ra­schende Unter­schied: Wir „surfen” nicht im Internet und das Internet ist für uns kein „Ort” und kein „vir­tu­eller Raum”. Für uns ist das Internet keine externe Erwei­te­rung unserer Wirk­lich­keit, son­dern ein Teil von ihr: eine unsicht­bare, aber jeder­zeit prä­sente Schicht, die mit der kör­per­li­chen Umge­bung ver­flochten ist.

Wir benutzen das Internet nicht, wir leben darin und damit.

War bei Lese­be­ginn genervt von „wir” – und schon kam der Absatz, der die Ver­all­ge­mei­ne­rung recht­fer­tigt. Per­fekte Umschrei­bung einer („unserer”?) Gene­ra­tion. Bitte lesen.

Das ist übri­gens direkt ein Test für so Linkpost-Dingsis, muss man ja alles mal pro­biert haben.

QUOTE.fm ist online.

Mein zur Zeit herz­al­ler­liebstes Nutz­werk QUOTE.fm hat die Türen für alle geöffnet. Das ist groß­artig für Men­schen, die gerne schlaue Texte lesen.

QUOTE.fm

Glück­li­cher­weise durfte ich den Spaß seit dem Launch mit­ma­chen. Anfangs gab’s ja eine ziem­lich harte Tür, sprich: Nicht jeder durfte rein. Das war für die Seite ein sehr, sehr cle­verer Schritt. Nach anfäng­li­chem Test-Spaß („Haha, ich zitiere einen Tweet! Hahaha!”) war mit der Spie­lerei extrem zügig Schluss – dafür gab es von da an fast aus­nahmslos span­nende, inter­es­sante Texte. (Hier ein paar Bei­spiele.)

Mar­cels Gedanken zur Öff­nung für alle sind schlüssig (und wenn es mal Pro-Accounts geben soll, muss es auch in diese Rich­tung gehen…), daher ist die Öff­nung kon­se­quent und gut. Was andere dann machen, kann mir mitt­ler­weile ja auch egal sein, kriege ich eh nicht mit. Sprich: Die Qua­lität der Texte wird erhalten bleiben.

Der für mich beste Aspekt an QUOTE.fm: Der ein­ge­baute Blick über die eigenen Feed-Abonnements hinaus. Da landen Texte, die diverse Fil­ter­schichten bereits durch­laufen haben und dem­ent­spre­chend eine hohe Qua­lität haben. Dort wird (zumin­dest von den Leuten, denen ich folge) nicht ein­fach alles raus­ge­pustet, was geht. Dafür gibt’s schließ­lich Twitter oder Face­book. Das macht, dass ich nach jedem Besuch der Seite eine gut gefüllte Tab-Bar bzw. Instapaper-Liste habe. (Noch) Besser wird’s, wenn dem­nächst noch die Kindle-Integration kommt.

Wie schrieb ich neu­lich erst?

QUOTE.fm ist meine Zufalls­ma­schine, meine Inspi­ra­ti­ons­quelle. Nie vorher durch kein anderes Netz­werk fand ich so viele gute Texte aus so vielen unter­schied­li­chen The­men­be­rei­chen. Von so vielen schlauen Men­schen gepostet, die keine Dis­kus­sion scheuen, sich aus­tau­schen und dabei inner­halb kür­zester Zeit einen Wohl­fühl­platz gebaut haben.

Passt. Immer noch. Bitte anmelden und schlaue Texte teilen.

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