Um die Entwicklung auf der Facebook-Seite ein wenig besser nachvollziehen zu können, habe ich mir die reinen Zahlen angesehen. Dazu habe ich die Kommentare seit Beginn der Palmöl-Kampagne mit Zeitstempel ausgelesen und auf eine Zeitachse aufgetragen
Frequenz der Kommentare auf der Facebook-Fanpage von Nestlé
Das ist in zweierlei Hinsicht äußerst interessant:
Inhaltlich, da so punktgenau der Zeitpunkt visualisiert wird, an dem Nestlé das Problem durch eigenes Verschulden eskaliert hat.
Handwerklich, da Till ausführlich beschreibt, wie er die Daten generiert hat. Ich bin gespannt auf die angekündigten weiteren Erkenntnisse.
(Und weil er sich so viel Mühe gegeben hat, gibt’s eben einen Blogeintrag und nicht nur nen Tweet. Sternchen mit Kringel quasi.)
Wir müssen uns angesichts des kontrollwütigen Grundtenors des Vertragswerks aber auch als Gesellschaft Fragen stellen: Können und sollen Anbieter von Internet-Dienstleistungen elterliche Pflichten übernehmen? Ist es nicht ein Armutszeugnis, Aufsichts– und Erziehungspflichten im digitalen Raum an den Staat delegieren zu wollen? Früher gab es einen Schlüssel für den Fernseherschrank und mit dem Sandmännchen einen definierten Zeitpunkt zum Ausschalten des Gerätes. Heute erledigen die Erziehung nur noch die Schule und der Staat? Das Netz ist eben kein Babysitter.
Eltern müssen stärker in die Verantwortung genommen werden – letztendlich tragen sie die Verantwortung für den Medienkonsum ihrer Kinder.
Mal schauen, wie lange die Politik benötigt, um zu dieser Einsicht zu gelangen. Denn eines sollte mittlerweile klar sein: Wenn man die mannigfaltigen Probleme, die das Internet für Staat, Gesellschaft und Politik mitbringt, lösen möchte, sollte man nicht auf der technischen Ebene, sondern vielmehr auf sozialer Ebene ansetzen. Da verhält es sich ähnlich wie bei den berüchtigten DAUs: Meistens sitzt das Problem 60 cm vor dem Bildschirm…
Wenn man den ganzen Tag in der ULB verbringt, bleibt nicht viel Zeit zum Bloggen. Die werd ich mir mal am Wochenende beim BarCampRuhr nehmen, um über selbiges & vielleicht auch mal über „Distributed Reality” zu schreiben. Darüber hab ich mich nämlich gerade per Twitter kurz mit msprounterhalten. Spannende Sache. So lange gibt es zur Entspannung noch einen Schwung Musik – sind ein paar tolle Sachen rausgekommen in den letzten Tagen, die man gerne hier anschauen darf!
Turbostaat — Pennen bei Glufke
Viel zu schade, um es nur zu twittern. Dann war’s bei Primaerfunktion drin, was mir die Idee zu diesem Post gegeben hat. Danke dafür!
Randnotiz: Im Embed-Code von MySpace ist tatsächlich ein font-Tag. Geht’s?
Cowboys from Hell. Von Musikschülern gespielt.
Pantera kann man ja auch mal wieder hören. Beeindruckend, wie lässig die Jungs das runterspielen:
Joa, kann man mal machen. Wirklich coole Adaption des Prodigy-Videos. Und natürlich gefunden bei einem der beiden im Video sichtbaren Blogs – Nerdcore.
Das kommt übrigens vom mir bis vor kurzem unbekannten Blog „Hirngerechte Gestaltung” – das sich seit gerade eben in meinem Feedreader befindet. Allein für dieses Video empfehlenswert, schaut mal rein.
Chatroulette Piano Improvisation
Neulich mehrfach bei Twitter verlinkt worden: Ein Typ improvisiert bei Chatroulette zu seinen jeweiligen Chatpartnern. Sehr cool!
Vampire Weekend beim Soirée de poche
Das ist zwar schon einige Tage älter, aber immer noch die 20 Minuten wert. Vampire Weekend spielen umringt von stylischen Franzosen ein Akustikset mit wahnsinnig guten Songs in wahnsinnig guter Atmosphäre. Unbedingt anschauen! Am besten auch direkt in groß statt in diesem Miniausschnitt.
The Swell Season – Gigantic
Ein wundervolles Pixies-Cover. Schlechte Video-Version, die gute Audio-Version gibt es z.B. bei Amazon (kein Partnerlink, sowas hab ich nicht ;) )
Wer sich für das Wochenende das Hirn noch kurz final durchbrennen will, investiert bitte drei Minuten in dieses Video. Ich verstehe es nicht. Aber es ist awesome.
Jens hat nochmals per Blogeintrag darauf aufmerksam gemacht: Rivva hat mit den Sponsor Posts ein Angebot geschaffen, um den Unterhalt weiterer Server bezahlen zu können. Hier sein Text dazu:
Gestern sind die Sponsor Posts auf Rivva gestartet. Die Plattform ist mit der Indexierung von 130.000 Artikeln und Tweets zur Zeit chronisch überlastet und kann so neben anderen interessanten Ideen z.B. auch das Content License Agreement mit Twitter nicht voll ausschöpfen.
Um die Entwicklung voranzutreiben und weitere Server / Compute Capacity anschaffen zu können, braucht Frank deshalb Unterstützung.
Sponsoren-Artikel werden reihum auf der Startseite gefeatured und unterstützen Rivva mit 250€ / Monat zzgl. 19% USt. Erste Sponsoren sind t3n magazin, AKRA Future Technologies und Future of Web Strategy.
Falls ihr dieses Projekt auch mittragen möchtet, könnt ihr den Kontakt unter business / ät / frankwestphal.de herstellen.
Unregelmäßig ist sie, die Linkschleuder hier – aber meine Zeit lässt es nicht anders zu: Erst jetzt gibt’s wieder eine kleine Rückschau auf das Geschehen der letzten Tage im Netz – dieses Mal dafür mit sehr vielen, aber komplett lesenswerten Links und Videos. Mit dabei: Crowdsourced Pizza & Blogs, ein Milestone-Verriss, Ast unter Strom & eine Geburtstagsfeier für ein wildfremdes Nicht-Geburtstagskind. Nach dem Siewissenschon.
Ein schön aufbereitetes Video mit (relativ) aktuellen Zahlen zur Internetnutzung weltweit. Durch die rasanten Veränderungen im Netz sind leider einige Zahlen schon wieder alt, so liegt z.B. Twitter ja mittlerweile schon bei knapp 50 Millionen Tweets am Tag. Rechnet man die Veränderungen hinzu, die sich also in knapp fünf Monaten weiter ergeben haben, dann sind die Zahlen noch beeindruckender. Viel Spaß: