Herr Bertling.

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Oh, The Temptation!

Weil es ein­fach zu groß­artig ist, um es „nur” bei Face­book zu posten: Kleine Kinder bekommen einen Mar­shmallow & das Ver­spre­chen, nach einer gewissen War­te­zeit einen zweiten zu bekommen – so lange der erste bis dahin nicht gegessen wird. Gemein, aber auch unglaub­lich niedlich!

Oh, The Temp­ta­tion from Steve V on Vimeo. (Via weiß­nicht­mehr, aber danach noch­mals bei Nerd­core gesehen.)

Was passieren kann, wenn man sich kooperativ verhält…

Auch den drei Beamten dort schil­derte ich unter Tränen noch­mals den ganzen Sach­ver­halt und fragte, ob ich der Erken­nungs­dienst­li­chen Erfas­sung denn wenigs­tens for­mell wider­spre­chen könne, da es sich doch ganz klar um ein Miss­ver­ständnis han­dele – dies wurde ver­neint und ein Schild an der Wand wies mich mit­tels eines Para­gra­phen darauf hin, dass die Erken­nungs­dienst­li­chen Maß­nahmen not­falls auch mit Gewalt durch­ge­führt werden könnten. Ich könne aber mit Hilfe eines Anwalts im Nach­hinein der Maß­nahme wider­spre­chen, wozu er mir auch raten würde. Meine Frage, wer die Maß­nahme ange­ordnet hätte, wurde mir mit einem Buch­sta­ben­ab­kür­zung beant­wortet, deren Bedeu­tung mir die anwe­senden Beamten aber nicht erklären konnten oder wollten. Es wurden meine Fin­ger­ab­drücke von beiden Händen (alle Finger und kom­plette Hand), in dop­pelter Aus­füh­rung genommen, sowie erneut Fotos, offen­sicht­lich für die Verbrecherkartei,gemacht.

Unglaub­lich, was @alios da bei der Demo „Frei­heit statt Angst” pas­siert ist. Nach der frei­wil­ligen Her­aus­gabe seines stets mit­ge­führten Mul­ti­funk­ti­ons­werk­zeugs (inklu­sive Messer – dum­mer­weise) gerät er in die (sorry für den Aus­druck…) „Mühlen des Systems”.

Er bemerkt zum Ende des Arti­kels, dass ja eigent­lich alle Beamten „nur Befehle und Anwei­sungen aus­ge­führt [.] haben”. Aber darf man des­halb jemanden so behan­deln? Bei Sätzen wie: „… und hatte das Gefühl, als Mensch ernst– und wahr­ge­nommen zu werden” fehlen mir wirk­lich die Worte. In was für einem Land leben wir eigent­lich? Unfassbar.

PS: Der Titel soll natür­lich keine Auf­for­de­rung sein, sich „unko­ope­rativ” zu ver­halten. Das macht es auch nicht besser. Bedenk­lich ist es in jedem Fall, dass sowas einem unbe­darften Demons­tra­ti­ons­teil­nehmer pas­sieren kann.

Update: Es gibt diverse Mir­rors des Original-Textes. Ser­ver­ka­pa­zität & Inter­esse an der Geschichte gehen wohl stark auseinander ;)

Immer feste druff!

Den­noch: Genau solche Fehler geben Unter­nehmen ein mensch­li­ches Gesicht oder anders for­mu­liert: Sie ver­leihen ihm Authen­ti­zität. So wie sie von selbst­er­nannten Social Media Evan­ge­listen ein­ge­for­dert wird. Doch was pas­sierte? Ver­ständnis? Nach­sicht? Nein, natür­lich nicht. Wie in vielen anderen Fällen zuvor schwang die Szene der Social Media Addicts die Moral­keule und senkte das Fall­beil. Auch Wochen nach dem Vor­fall nutzten nicht wenige den live ein­ge­blen­deten Twit­ter­stream beim Medi­en­mitt­woch zum “Bashen” und “Dissen” des zur “Beichte” ange­tre­tenen Vodafone-Sprechers. Was aber bitte erwartet das Web-Volk jen­seits des Ein­ge­ständ­nisses, dass man Reak­tionen falsch ein­ge­schätzt habe? Selbst­ver­ständ­lich zeigt sich Herr Esener bei sol­chen Anlässen loyal zu seinem Arbeit­geber. Es wäre gut, wenn dem Rat­schlag von Ralf Schengber (“Erst duschen, dann reden!”) auch die Dampf­plau­derer des Social Media “Mikro­kosmos” (O-Ton Esener) ab und zu Folge leisten würden.

Chris­toph Salzig in einer Rück­be­trach­tung zum „Fall Vod­a­fone”. Beim Bashing war ich vor wenigen Wochen nicht ganz unbe­tei­ligt – im Nach­hinein stimme ich ihm aber zu.

Etwas mehr Nach­sicht mit Unter­nehmen, die nun mal häufig nur man­gelnde Erfah­rung in Sachen Social Media haben, wäre ange­brachter – allein schon, um zen­trale Bedenken von Unter­nehmen gezielt aus­zu­räumen & nicht direkt „von oben” abzu­kan­zeln. Das hilft schließ­lich nie­mandem weiter.

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Dreist: Burda klaut Bilder und will diese nicht entsprechend vergüten!

Die Summe, die ich noch ein­for­dere, ist nicht son­der­lich hoch. Geklagt habe ich natür­lich, weil für mich eine kleine Summe trotzdem ziem­lich viel Geld ist. Und weil ich im Recht bin: weil es nicht sein kann, dass ein Verlag, der der­zeit wie kaum ein anderer darauf pocht, dass das Internet kein Umsonst-Laden ist, sich dann dort ein­fach bedient, wis­send, dass sie im Unrecht sind.

Burda nutzt Bilder ohne Erlaubnis, Credit & Honorar und lehnt anschlie­ßend die berech­tigte For­de­rung nach Ver­gü­tung ab. Über­weist nach langem Hin & Her eine unzu­rei­chende Summe. Und lässt den Rest einklagen.

Ja: Das ist ein großer Kon­zern mit vielen Mit­ar­beiter und ver­mut­lich weiß die eine Hand manchmal nicht, was die andere… – egal! Nach den For­de­rungen, die Hubert Burda für die Ver­lags­land­schaft auf­stellt, ist so ein Ver­halten schlicht unverschämt.

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Wie JAKO anderen Leuten das letzte Trikot auszieht

Die JAKO AG und Iris San­gui­nette müssen sich fragen – ja sogar vor­werfen – lassen, dass ihnen die Maß­stäbe bei der Beur­tei­lung des angeb­li­chen Scha­dens kom­plett ent­glitten sind und sie bei der tech­ni­schen Beur­tei­lung über die Mach­bar­keit der Ent­fer­nung sol­cher Pas­sagen außer­halb der eigenen Web­site nicht rea­li­tätsnah urteilen.

Nimmt man alle Aspekte dieser Aus­ein­an­der­set­zung zusammen, wäre ich mir nicht sicher, ob am Ende das Ver­halten der JAKO AG und von Anwältin Iris San­gui­nette dem sehr basis­nahen Image der JAKO AG nicht stärker schä­digen, als ein 400-Leser-Blogeintrag von Mitte April.

Aua. Jetzt gerade zählt rivva.de drei Blog­ein­träge & 137 Tweets. Wäh­rend­dessen läuft die Twit­ter­suche heiß (seit ich ange­fangen habe, hier zu schreiben: 13 19 23 30 neue Ergeb­nisse zu „jako”). Bis so unge­fähr heute Mittag schätze ich mal, dass nicht nur 400 Leute Trainer Baades (mitt­ler­weile gelöschten) Blog­ein­trag zum Thema gelesen haben, son­dern über 400 Leute den Fall ver­breitet haben. You do the math!

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Zug-Snippets

Glück­li­cher­weise habe ich vor der Zug­fahrt (ohne UMTS-Stick ;) ) einige inter­es­sante Texte geöffnet, aus denen ich mal das Inter­es­san­teste herausfiltere:

Warum soll ich der erste und viel­leicht für einige Zeit auch letzte Depp sein, der etwas über Gar­misch schreibt? Warum soll ich etwas geben, ohne damit rechnen zu können, dass ich auch etwas nehmen kann? Das ist wie auf einer Party, die schlep­pend in Gang kommt. Wenn sie erst mal läuft, rufen irgend­wann die Nach­barn die Polizei. Aber die­selbe Party um 20 Uhr: Da stehen ein paar Han­seln in der Küche rum und hoffen, dass irgend­einem ein Witz einfällt.

(aus einem Kom­mentar über den „Qype-Schock”)


Mit Open­Of­fice lässt sich in Gemein­de­ver­wal­tungen offenbar ne Menge Geld ein­sparen. Ich denke mal, dass die Umstel­lung von Word auf Open­Of­fice meist so ein­fach von der Hand geht, dass nur wenig Geld für zusätz­liche Schu­lungen anfällt. Da werd ich wohl meiner Gemeinde mal einen Besuch abstatten & die aktu­ellen Aus­gaben für Soft­ware erfragen!


Jens Scholz denkt über seine Wahl­ent­schei­dung zur kom­menden Bun­des­tags­wahl nach:

Im Gegen­satz zu den eta­blierten Par­teien behaupten die Piraten gar nicht, schon für alles eine Lösung zu haben. Und wich­tiger: Sie agieren in der Erar­bei­tung von Lösungen völlig anders als die eta­blierten Par­teien, indem sie eben keine fer­tigen „Lösungen anbieten”, die der Wähler dann mit seinem Kreuz­chen kaufen soll und ansonsten gefäl­ligst die Klappe hält.

Genau das sehe ich auch als Stärke der Piraten an: Bewusst Schwäche zu zeigen und eben nicht die Über­lö­sung für absolut jedes Pro­blem parat zu haben. Mich würde es z.B. auch über­haupt nicht stören, wenn die FDP zu Umwelt­themen, aber im Gegenzug etwa die Grünen zu Wirt­schafts­po­litik mal sagen: Das können andere besser, wir kon­zen­trieren uns lieber auf das, was wir können. Aber wer wird schon uto­pisch werden…


In a world where facts are rea­dily avail­able, from mul­tiple sources, basic infor­ma­tion will be com­mo­di­tized. But the explo­sion of sources will create a real burden for the con­su­mers of infor­ma­tion. Raw infor­ma­tion will become not just a com­mo­dity, it will be a nui­sance. In that world, con­su­mers will value scarce, rele­vant insight over abun­dant facts.

Ein auf­schluss­rei­cher Text zur Dis­kus­sion zwi­schen Chris Anderson (Autor des Buches „Free”) und Mal­colm Glad­well über funk­tio­nie­rende bzw. mög­liche Erlös­mo­delle im Netz von Brad Burnham.


Und jetzt noch mal was ganz anderes: Sollte ich mal auf die Idee kommen, Post­karten zu schi­cken, dann ab sofort wohl mit Pos­tino :)


Ziel­bahnhof erreicht!

Posted via email from Sam­mel­be­cken

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