In einer Woche bekommen Paulina und ich Zuwachs. Und zwar einen Hund. Schon vor einigen Wochen haben wir uns überlegt, einen Hund anzuschaffen. Die Entscheidung trafen wir wohl überlegt. Schließlich ist ein Hund kein Fernseher, den wir bei (Nicht-)Bedarf wieder verkaufen. Also mussten wir gut überlegen: Wollen wir die Verantwortung übernehmen? Passt ein Hund in unseren Tagesablauf? Können wir mit einem Hund leben?
Zum Glück konnten wir das Leben mit Hund in den letzten Wochen als Hundesitter häufiger testen. Viele Kollegen und Bekannte mussten ihre Hunde zeitweise anderweitig (bei uns) unterbringen. Das klappte super, weshalb sich die oben gestellten Fragen von allein beantworteten.
Allerdings gab es noch viele Dinge zu bedenken, die nicht in unserem direkten Einflussbereich liegen: Erlaubt der Vermieter einen Hund? Können wir den Hund mit ins Büro nehmen? Wie hoch sind die Kosten für einen Hund in Hamburg? Worauf müssen wir achten, wenn wir einen Hund anschaffen?
Auch diese Fragen konnten wir zügig beantworten: Ja, ja, geht so, mit Vorerfahrung alles lösbar. Paulina hat den Großteil ihres Lebens mit Hunden verbracht. Sie kennt sich sehr gut aus, hat schon intensiv mit Hunden gearbeitet. Das erleichtert einiges – und sie kann mir alle noch so dummen Fragen beantworten, was mir mehr Sicherheit gibt.
Die wichtigste Frage stellte sich zum Schluss: Welchen Hund möchten wir haben? Durch die Erfahrung mit verschiedenen Büro– und „Pflege”-Hunden war mir schnell klar: Zu groß darf der Hund nicht sein. Ein großer Hund verunsichert mich zu sehr, als dass ich „produktiv” mit ihm arbeiten könnte. Mit einem Hund mit Pepe-Größe komme ich super klar. Zudem wollten wir einen familienfähigen Hund, am besten intelligent und lernfähig.
Die Frage, woher der Hund kommen soll, hatte sich nach wenigen Suchmomenten erledigt. Die Situation in den Tierheimen einiger Länder (Spanien, Griechenland, Polen) ist katastrophal, vor allem weitaus schlechter als in Deutschland. Die Kosten halten sich aufgrund der Schutzgebühr für Hunde in Deutschland in der Waage. Daher begannen wir unsere Suche direkt auf abc-tierschutz.de in ausländischen Tierheimen.
Auf solchen Seiten gibt es eine unfassbare Zahl an niedlichen, liebenswerten Tieren, die alle eine Adoption und damit eine „Befreiung” aus dem Tierheim verdient hätten. Macht die Suche nicht gerade leichter ;) Bei einer Hündin machte es bei mir „Klick”. Beschreibung, Bilder, Größe und mein Bauchgefühl sagten mir, dass Ginger der richtige Hund für uns ist:

Sie hat in einer Familie gelebt, ist kinderlieb, intelligent und lernfähig. Perfekte Voraussetzungen! Laut Beschreibung ist sie ein bretonischer Spaniel, dem Aussehen nach zu urteilen wohl nur zur Hälfte ;) Wie viel Jagdhund in ihr steckt, werden wir schnell rausfinden. Genügend Auslauf wird sie eh bekommen, damit sie gerade im Büro ausgepowert ist und ruhig bleibt.
Die Anfrage hat der Tierschutzverein Europa sehr schnell beantwortet. Bevor ein Hund vermittelt wird, gibt es genaue Kontrollen – damit stellt der Verein sicher, dass der Hund vor Ort gute Lebensbedingungen hat. Wir füllten kurze Formulare aus, zudem gab es einen Kontrollbesuch zu Hause. Im Verein arbeiten (soweit ich das verstehe) nur Ehrenamtliche, die das gesamte Prozedere super regeln. Es gibt Tipps, Hinweise und alle Informationen, die über den jeweiligen Hund erhältlich sind, bis hin zur Futtersorte. Beeindruckend.
Am kommenden Samstag wird Ginger nach dem langen Transport aus Spanien bis nach Hannover gebracht. Dort holen wir sie ab. Ich bin sehr gespannt, wie sie sein wird – vermutlich erstmal ziemlich ängstlich und fertig von der Fahrt. Wir werden uns viel Mühe geben, damit sie sich in Ruhe einleben kann.

Demnächst gibt’s also neben dem Essen auch Hundebilder in meinem Instagram-Stream. Das wird super :)