Herr Bertling.

Musik. Politik. Dinge.

RSS-Feed

Alana Henderson & Katie Richardson im Plyground

Wun­der­bares Kon­zert ges­tern im Ply­ground. Alana und Katie kamen — wenn ich es richtig ver­standen habe – ziem­lich spontan aus Bel­fast nach Ham­burg, um ein groß­artig ent­spanntes Kon­zert mit viel Spaß, Impro­vi­sa­tion und Herz zu spielen.

Heute spielen sie übri­gens noch mal um 16 Uhr in Ottensen beim Riba­tejo. Geh hin!

Bundestagswahlentscheidungshilfe Part #1

Zur Blockupy-Demo zwei Zitate. Eines von einem Demons­tra­ti­ons­teil­nehmer, eins von der CDU Land­tags­frak­tion aus Hessen.

„Das Sicher­heits­kon­zept der ver­ant­wort­li­chen Behörden zur Gefah­ren­ab­wehr bei den soge­nannten Blockupy-Demonstrationen ist voll auf­ge­gangen. Die Polizei hat sich weder von als Clowns ver­klei­deten Pro­vo­ka­teuren noch von Ver­tre­tern der Links­partei, die die Ord­nung­kräfte ange­brüllt haben, aus der Ruhe bringen lassen und stets für die Sicher­heit der Bürger in Frank­furt gesorgt. Ange­sichts der Feu­er­werks­körper, die aus Reihen des soge­nannten ‚schwarzen Blocks’ in Rich­tung Polizei geworfen wurden und eines Schrau­ben­dre­he­ran­griffs auf einen Poli­zei­be­amten, zeigt sich deut­lich, dass wieder einmal das Recht auf Demons­tra­ti­ons­frei­heit miss­braucht wurde, um Kra­walle zu ver­an­stalten. Unter diesen Umständen war es richtig, die Per­so­na­lien der gewalt­breiten Demons­tranten fest­zu­stellen und diese nach Waffen zu durch­su­chen. Es ist umso erschre­ckender, wenn sich ein großer Teil der Demons­tra­ti­ons­teil­nehmer lieber mit Kra­wall­ma­chern soli­da­ri­siert anstatt die Polizei bei ihrer Arbeit zu unter­stützen. Die Sicher­heit und der Schutz Bürger müssen aber immer oberste Prio­rität haben“, sagte der Par­la­men­ta­ri­sche Geschäfts­führer der CDU-Landtagsfraktion, Holger Bel­lino, ange­sichts des Poli­zei­ein­satzes in Frank­furt am Main.

(Quelle)

„Wäh­rend der ganzen Ein­kes­se­lung erschienen mir Auf­stel­lung und Han­deln der Polizei überaus planlos. Gerade die Tat­sache, daß nie­mand im Kessel wirk­lich aggressiv ein­ge­stuft werden konnte, ließ das Han­deln der Polizei voll­kommen über­zogen erscheinen. Geschlos­sene Reihen und dut­zende Film­ka­meras, aber keine Taktik. Selbst die Reihen an sich waren für mich in keinem erkenn­baren Muster auf­ge­stellt. Es lag die ganze Zeit in der Luft, daß auch nur der geringste Anlass zu Eska­la­tion führen kann. Umso dank­barer war ich dafür, daß die immer kleiner wer­dende Gruppe von Demons­tranten diesen Anlass nicht gelie­fert hat.”

(Quelle)

Carpe Diem

Am Samstag war ich beim Carpe Diem Camp 2013 – dem ersten seiner Art. Orga­ni­siert von u.a. Silke fanden sich knapp 40 Leute im Attraktor am Mexi­ko­ring ein. Das Ein-Tages-Camp hatte rich­tigen Barcamp-Geist: Jeder brachte ein wenig zum Essen mit, die Räum­lich­keiten waren als Maker­space ent­spre­chend bunt und alle brachten eine unge­meine Vor­freude auf den Tag mit. Im Nach­hinein fällt mir auf, dass ich selten bei einem Bar­camp so viel lachte.

Pau­lina und ich haben uns auf­grund des kleinen Rah­mens (und weil wir es aus­pro­bieren wollten) ent­schieden, Julka mit zum Camp zu nehmen. Das klappte erstaun­lich gut, sie war die meiste Zeit über unglaub­lich ent­spannt. Soweit ich es beur­teilen konnte, war es für die rest­li­chen Teil­nehmer kein Pro­blem, dass sie dabei war :)

Was nehme ich aus dem Camp mit?

Zusammen mit Frank hielten wir eine Ses­sion zum Thema Kanban. Das System kannten die meisten Teil­nehmer noch nicht, so dass wir da einige Denk­an­stöße geben konnten. Dafür, dass wir die Ses­sion kom­plett unge­plant hielten, war sie was Struktur und Inhalt anging doch recht gelungen. Das hätte ich so gar nicht erwartet. Pas­send dazu las ich heute das von Thies emp­foh­lene Buch „Improv Wisdom: Don’t Pre­pare, Just Show Up” end­lich durch. Der schon im Titel ent­hal­tene Rat­schlag hat geklappt. Cool :) Ein guter Aus­gangs­punkt für den Start mit Kanban ist übri­gens dieses kleine Erklärbär-PDF.


Bild von meyola bei Ins­ta­gram


Bild von meyola bei Ins­ta­gram

Die anderen Ses­sions waren von sehr cool bis „na ja, ein wenig hab ich gelernt” in einer Barcamp-typischen Breite ange­sie­delt. Denk­an­stöße gab’s in jeder Ses­sion. Ernäh­rung am Arbeits­platz bzw. über­haupt ein paar Tipps zu Lebens­mit­teln waren span­nend. Auch wenn ich final aner­kennen musste, dass Mett nicht gerade das gesün­deste Essen auf dem Pla­neten ist. Ganz groß­artig, weil spontan und inhalt­lich über­ra­schend tief­grei­fend war die Selbsthilfe-Gruppe der Pro­kras­ti­nierer, gehalten von Thies. Im Stadt­park waren wir zum Mittag zu einem kleinen Hun­de­aus­lauf, wirk­lich schön dort :)

Fazit

Nächstes Jahr gerne wieder, dann viel­leicht tat­säch­lich in räum­li­cher Nähe zum Grill­camp. Denn Grillen und Essen ist ja auch ne Mög­lich­keit, den Tag zu nutzen :)

Tokio, deine Getränke.

Was für eine atem­be­rau­bende Stadt. Man taucht in eine voll­kommen andere Welt ein: Überall Technik, überall Men­schen, überall gutes Essen. Alle Leute, die ich treffe, sind sehr höf­lich. Oft genug wollen Leute unbe­dingt ein Bild mit mir machen. Witzig. An jeder Stra­ßen­ecke und auch dazwi­schen stehen Geträn­ke­au­to­maten, in denen man die absur­desten Getränke bekommen kann. Alle Erfah­rungen zu beschreiben ist viel zu viel und kom­plex hier, daher beschränke ich mich auf die vielen Getränke – die Idee habe ich bei Magnus geklaut ;)

Tokio von oben.

IMG_0001

Fanta Grape – unglaub­lich süß, schlimmer als Fanta Mango. Kann man wie eben diese aber *mal* trinken.

IMG_0002

Irgendein kalter Milch­kaffee. Hab ich nur gekauft weil ein Regen­bogen auf der Packung war.

IMG_0003

Apfel­saft. Nicht mehr, nicht weniger.

IMG_0004

Kalter, grüner Tee. Mor­gens echt gut.

IMG_0005

Wie drauf­steht: Pfirsich-Eistee. Auch sehr süß, den­noch trinkbar.

IMG_0006

Schwarzer Eis­kaffee. Schmeckt super, den hab ich schon häu­figer gekauft.

Mann kriegt Hund.

In einer Woche bekommen Pau­lina und ich Zuwachs. Und zwar einen Hund. Schon vor einigen Wochen haben wir uns über­legt, einen Hund anzu­schaffen. Die Ent­schei­dung trafen wir wohl über­legt. Schließ­lich ist ein Hund kein Fern­seher, den wir bei (Nicht-)Bedarf wieder ver­kaufen. Also mussten wir gut über­legen: Wollen wir die Ver­ant­wor­tung über­nehmen? Passt ein Hund in unseren Tages­ab­lauf? Können wir mit einem Hund leben?

Zum Glück konnten wir das Leben mit Hund in den letzten Wochen als Hun­de­sitter häu­figer testen. Viele Kol­legen und Bekannte mussten ihre Hunde zeit­weise ander­weitig (bei uns) unter­bringen. Das klappte super, wes­halb sich die oben gestellten Fragen von allein beantworteten.

Aller­dings gab es noch viele Dinge zu bedenken, die nicht in unserem direkten Ein­fluss­be­reich liegen: Erlaubt der Ver­mieter einen Hund? Können wir den Hund mit ins Büro nehmen? Wie hoch sind die Kosten für einen Hund in Ham­burg? Worauf müssen wir achten, wenn wir einen Hund anschaffen?

Auch diese Fragen konnten wir zügig beant­worten: Ja, ja, geht so, mit Vor­er­fah­rung alles lösbar. Pau­lina hat den Groß­teil ihres Lebens mit Hunden ver­bracht. Sie kennt sich sehr gut aus, hat schon intensiv mit Hunden gear­beitet. Das erleich­tert einiges – und sie kann mir alle noch so dummen Fragen beant­worten, was mir mehr Sicher­heit gibt.

Die wich­tigste Frage stellte sich zum Schluss: Wel­chen Hund möchten wir haben? Durch die Erfah­rung mit ver­schie­denen Büro– und „Pflege”-Hunden war mir schnell klar: Zu groß darf der Hund nicht sein. Ein großer Hund ver­un­si­chert mich zu sehr, als dass ich „pro­duktiv” mit ihm arbeiten könnte. Mit einem Hund mit Pepe-Größe komme ich super klar. Zudem wollten wir einen fami­li­en­fä­higen Hund, am besten intel­li­gent und lernfähig.

Die Frage, woher der Hund kommen soll, hatte sich nach wenigen Such­mo­menten erle­digt. Die Situa­tion in den Tier­heimen einiger Länder (Spa­nien, Grie­chen­land, Polen) ist kata­stro­phal, vor allem weitaus schlechter als in Deutsch­land. Die Kosten halten sich auf­grund der Schutz­ge­bühr für Hunde in Deutsch­land in der Waage. Daher begannen wir unsere Suche direkt auf abc-tierschutz.de in aus­län­di­schen Tierheimen.

Auf sol­chen Seiten gibt es eine unfass­bare Zahl an nied­li­chen, lie­bens­werten Tieren, die alle eine Adop­tion und damit eine „Befreiung” aus dem Tier­heim ver­dient hätten. Macht die Suche nicht gerade leichter ;) Bei einer Hündin machte es bei mir „Klick”. Beschrei­bung, Bilder, Größe und mein Bauch­ge­fühl sagten mir, dass Ginger der rich­tige Hund für uns ist:

Ginger ♥

Sie hat in einer Familie gelebt, ist kin­der­lieb, intel­li­gent und lern­fähig. Per­fekte Vor­aus­set­zungen! Laut Beschrei­bung ist sie ein bre­to­ni­scher Spa­niel, dem Aus­sehen nach zu urteilen wohl nur zur Hälfte ;) Wie viel Jagd­hund in ihr steckt, werden wir schnell raus­finden. Genü­gend Aus­lauf wird sie eh bekommen, damit sie gerade im Büro aus­ge­powert ist und ruhig bleibt.

Die Anfrage hat der Tier­schutz­verein Europa sehr schnell beant­wortet. Bevor ein Hund ver­mit­telt wird, gibt es genaue Kon­trollen – damit stellt der Verein sicher, dass der Hund vor Ort gute Lebens­be­din­gungen hat. Wir füllten kurze For­mu­lare aus, zudem gab es einen Kon­troll­be­such zu Hause. Im Verein arbeiten (soweit ich das ver­stehe) nur Ehren­amt­liche, die das gesamte Pro­ze­dere super regeln. Es gibt Tipps, Hin­weise und alle Infor­ma­tionen, die über den jewei­ligen Hund erhält­lich sind, bis hin zur Fut­ter­sorte. Beeindruckend.

Am kom­menden Samstag wird Ginger nach dem langen Trans­port aus Spa­nien bis nach Han­nover gebracht. Dort holen wir sie ab. Ich bin sehr gespannt, wie sie sein wird – ver­mut­lich erstmal ziem­lich ängst­lich und fertig von der Fahrt. Wir werden uns viel Mühe geben, damit sie sich in Ruhe ein­leben kann.

Noch mal Ginger :)

Dem­nächst gibt’s also neben dem Essen auch Hun­de­bilder in meinem Instagram-Stream. Das wird super :)

Seite 1 von 65123...10...Älteste »